Atme mit deiner Liebe

Lieber wahrhaftiger, sensitiver, empathischer Herzmensch

Dieser Brief ist für dich.

Du hast dich bis hierhergebracht. Durch alle Zeiten hindurch hast du es geschafft, deine Feinheit, deine Liebe und deine Wahrheit durch diese laute Welt zu tragen und diesen Schatz in deinem Herzen zu behüten, um nicht zu verlieren, was dich ausmacht: Deine grosse Gabe zu fühlen, wahrzunehmen und zu lieben.

Vielleicht bist du unsagbar müde, vielleicht fühlst du dich mutlos, hoffnungslos, ausgelaugt, fühlst dich eingeschüchtert im Angesicht von so viel Herzlosem und Lebensfeindlichem.

Vielleicht fühlst du dich auf eine Art erschöpft, die du so nicht kennst, und ein Gefühl von Resignation mag sich still in die Zwischenräume deines Seins geschlichen haben. Vielleicht meinst du, deine Zuversicht, deinen Glauben an das Gute, welcher deinem Wesen zugrunde liegt, verloren zu haben.

Damit bist du nicht allein. Vielen Menschen geht es so, die sich schon ihr ganzes Leben und in den letzten Jahren im Besonderen für ein friedvolles Miteinander, für lebensfreundliche Lösungen und Wege, für Frieden, Ganzheitlichkeit und Freiheit engagiert haben … Ich kenne dieses Gefühl von Menschen in meinem Umfeld, in meiner Praxis und von mir selbst.

Wir gleiten aus einer alten Welt und fühlen uns in einer endlosen Warteschlaufe, nicht wissend, wie und wann es weitergeht. Viele fühlen sich in einem Metamorphosen Prozess in der Verpuppung, die ewig zu dauern scheint.

ETWAS NEUES IST AM WERDEN

Wir werden geflutet von einer hohen Energie, die sich durch alles hineinergiesst. Diese Energie hat eine Qualität, die alles auseinandernimmt, was nicht im Gleichgewicht ist.

Feinstofflich nehme ich wahr, wie sich neue, schöne Frequenzräume bilden, die jetzt mit Leben gefüllt werden können, von Menschen wie dir und mir und vielen anderen Herzmenschen in allen Bereichen und allen Ecken dieser Welt.

Und gerade jetzt und hier, liebe feine Seele, darfst du nicht aufgeben!  Du ahnst, dass in dieser ausserordentlichen Zeit Grosses geschieht, so gross, dass es einem fast den Atem nimmt und dass dein Licht, das du in dir behütet hast, jetzt gebraucht wird, um in so viel Verwirrung, Chaos, Verlorenheit hineinzuleuchten.

Ausruhen, ja, dich zentrieren, bündeln, sortieren und im Herzen wieder finden, ja. Durchatmen und dich auffüllen, mit all dem, was dich ausmacht, heilen mit deiner eigenen Medizin, die aus deinen grössten Herausforderungen gewachsen ist – dies ist wunderbar. Doch jetzt bitte nicht resignieren. Auf keinen Fall.

Mit deiner Empathie, die du so grossherzig nach aussen verteilst, darfst du jetzt für dich da sein und vielleicht noch konsequenter bei dir ankommen.

Denn jetzt geht es auf eine neue Ebene, in neue Bewusstseinsräume.  Und dafür braucht es dich: Ein fühlendes Wesen, das einen grossen Weg durch tiefe Täler gemacht hat, ein Wesen, welches das Leid dieser Welt kennt, in sich fühlt, ein Mensch mit einem grossen Herzen, das vieles in sich zu beherbergen vermag.

Ich «durfte» in diesem Jahr nochmals durch tiefe Prozesse gehen und all diese Etappen und Gefühle sind mir bekannt. Und gerne teile ich, was ich tief verinnerlicht habe und was mir den Weg frei gemacht hat, auf nichts mehr im Aussen zu warten, sondern noch klarer und konsequenter für das loszugehen, woran ich glaube, was mich erfüllt und was ich mit Herzkraft leben will.

Vielleicht dient es dir auch:

@ Wir müssen nicht noch stärker, resilienter und widerstandsfähiger werden, um besser in Systeme hineinzupassen, die lebensfeindlich sind. Wir dürfen uns erlauben, nicht mehr funktionieren zu müssen, in Atmosphären, Bedingungen und Feldern, die nicht unsere sind. Wir müssen überhaupt nicht mehr funktionieren. Wir können uns entscheiden, auszutreten, aus Wegen, die nirgendwo hinführen. Und wir werden nicht reifer und weiser, um uns in manipulativen und ungesunden Welten gewachsen zu fühlen. All diese Versuche sind es, die uns erschöpft, ausgelaugt, blutleer und sehr still machen.

@ Und das zweite, sehr Entscheidende, ist: Wir dürfen loslassen, im Widerstand gegen diesen enormen Wandel zu sein, mit allem, was er mit sich bringt, denn er ist da, unaufhaltsam, allumfassend und – ja, ich wage zu sagen: Not-wendig.

Der Versuch, zu verhindern, zu retten und gegen das anzukämpfen, was dieser geliebten Erde und ihren Lebewesen schadet, hat uns ausgelaugt.

WIR SIND GESCHÖPFE DER SCHÖPFUNG

Wir erschöpfen uns, wenn wir nicht mehr schöpfen können. Wir verlieren Lebendigkeit, wenn wir nicht in einer Vorwärtsbewegung sein und in eine Richtung wirken können, die sich für uns lohnend und sinnerfüllt anfühlt.

Wenn wir nicht mehr im Widerstand sind gegen das, was ist, werden Kräfte frei und sie stehen uns zur Verfügung, für uns selbst, für unsere Lieben und für ein grosses JA, für das, was in uns ist und wir entfalten möchten.

Hier können wir so viel gebundene Lebensenergie, Lebensfreude und unsere Gestaltungskraft zu uns zurück holen und uns wieder nach vorne orientieren. An diesem Punkt geht das Leben weiter und kommt wieder in Fluss.

Bei vielen Menschen nehme ich wahr, dass in inneren Schichten etwas zur Reife gewachsen ist, das jetzt zur Entfaltung kommen möchte.

Es ist die Seelenkraft. Die Essenz, die mehr und mehr durchscheint. Ein Wissen wird wach, das in jeder Zelle wohnt. Es geht ums Erinnern und ums Wandeln, was noch an Belastendem darüber liegt. Es geht darum, die eigene innere Stärke, die durch den einzigartigen Weg eines jeden Einzelnen gewachsen ist, ganz auszupacken und in Besitz zu nehmen und zu feiern, dass wir uns bis hierher treu geblieben sind.

In meiner Wahrnehmung möchte das Leben uns in diese Richtung führen, und wir werden geknetet, gehobelt und geschliffen, um bei uns anzukommen, innerlich aufzustehen und unseren Platz ganz einzunehmen und auszufüllen. Und es wird weiter gehen in diesem Prozess. Diese Zeit lehrt uns, ins Ur-Vertrauen zurückzufinden.

Menschen in diesen Prozessen zu begleiten und miterleben zu dürfen, wie sich neue Türen öffnen, erfüllt mich mit grosser Freude und macht mich unendlich dankbar.

Wenn es uns gelingt, immer weniger aus altem Schmerz und aus Ängsten heraus zu agieren, sondern aus der Fülle, aus der Kraft, aus der Verbundenheit und ganz besonders aus der Freude zu sein und zu wirken, dann ist dies der Wandel. Hier beginnt es zu leuchten. DAFÜR sind wir stark geworden. 

Daher bitte ich dich, lieber Herzmensch, trag dein Licht in dir durch diesen Tag, durch den nächsten Tag und mit unerschütterlichem Vertrauen in die kommende Zeit. Deine Ideen, deine Visionen und deine Gaben, diese Welt mit deinem Sein etwas schöner, liebevoller und friedvoller zu machen, werden jetzt gebraucht und erfahren Aufwind.

Vertraue jener Kraft, die dich bis hierhergeführt hat und atme mit deiner Liebe.

Ich sehe das Licht am Horizont und nähre in meinem Herzen meine Vision einer Erde, auf welcher jedes Leben heilig ist.

Mit einem vollen Herzen,

Gabriela

© Gabriela Grob-Wespi

© Gabriela Grob-Wespi