Der Wandel sind WIR (2/3)

Viele von uns haben sich die letzten Jahre auf den Weg gemacht, um noch genauer hinzusehen, noch tiefer zu gehen, hinzuspüren, was sich wahr und lebensfreundlich anfühlt und was nicht. Worauf wir uns verlassen können und wo wir sehen, dass kein Sicherheitsnetz mehr da ist. Dabei sind wir sehr viel Schmerzhaftem begegnet, wir haben es ganz an uns herangelassen, gefühlt und innerlich durchgearbeitet.

Wir sind dadurch tief bei uns selbst angekommen. Wir haben viel geklärt, integriert, freigegeben und sind unterwegs im Prozess des Neuwerdens. Von hier aus können wir weitergehen.

Der Wandel, die neue Erde, die neue Zeit, wie immer wir es nennen wollen, wird lebendig mit uns.

Wir sind es, die dieses Neuland betreten, erst in uns und dann im aussen. Die Energie ist schon da, die Zeit ist reif, das Feld bereit. Wir selbst sind es, die auf diesen inneren Impuls reagieren und losgehen können. Wir brauchen auf nichts mehr zu warten.

Da wo wir sind, arbeiten und wirken, mitten im Leben, hier wird das Bewusstsein und die Energie für ein neues Miteinander durch uns bewusste, präsente, beherzte Menschen gebraucht. Nicht irgendwo weggebeamt und auch nicht auf einer einsamen Insel. Sondern hier, mittendrin, können wir unsere Ideen einbringen, klar äussern, was wir stärken möchten und was wir nicht (mehr) unterstützen. Wahrhaftig und bodenständig können wir einladen, inspirieren oder einfach das Feld in dieser Frequenz halten. Oft ist genau da, wo wir etwas vermissen, die Aufforderung vom Leben an uns, das Fehlende hinzubringen, weil wir es sind, die in diesem Bereich etwas zu geben haben.

So viel Schönes ist am Entstehen, in allen Bereichen, rund um den Globus, durch Menschen, die ein Gefühl für diese Zeit schon lange in sich tragen. Vieles ist noch leise, jedoch unaufhaltsam. Ich vergleiche diese aufschwingende Energie mit jener der Frühlingsblumen, die in der Knolle und im tiefen Wurzelwerk die Kräfte gebündelt haben und jetzt durch die Erdoberfläche durchbrechen, im eigenen Rhythmus der Sonnenkraft entgegenwachsen.

Dort, wo wir merken, dass das Klima zu rauh für uns ist und uns schadet, so dass es unsere Kraft, unsere Gesundheit und Freude kostet, dort, wo wir keinen Nährboden finden, für das, was wir einbringen möchten und uns am Herzen liegt, sollten wir nicht länger bleiben. Umso klarer und authentischer wir sind, desto einfacher wird sich finden, was zusammenpasst, nach dem Gesetz der Resonanz.

Die Energie SEIN

Was es jetzt braucht, ist, dass wir das, was wir beizutragen haben, nicht mehr vorenthalten, uns selbst nicht und andern genauso wenig. Wir selbst können zu dieser Energie werden, die wir vermehrt in dieser Welt lebendig werden lassen möchten.

Immer mehr Menschen fühlen ein inneres Aufstehen, fühlen, dass sich energetisch Enormes getan hat, dass neue hohe Licht-Frequenzen einstrahlen, die diesen Wandel forcieren. Diese sind fühlbar und messbar. Die Grundenergie der Erde hat sich erhöht.

Für viele von uns, die energetisch arbeiten, gilt es, diese Frequenzen durch uns zu erden, unser Feld in dieser Frequenz zu halten und diese Energie zu sein. Die Menschen, die auf diesem Weg sind und seit vielen Jahren diese Veränderungen sehen, im eigenen Körper fühlen und in der Natur wahrnehmen, wissen, wovon ich spreche.

Wir stehen in einem Übergang, in den Geburtswehen zu etwas Neuem, noch nicht Festgelegtem. Und all diejenigen, die sich bereits am Anfang des Neuen wähnen, bereiten die Wege vor und führen in diese neue Zeit hinein, indem sie mit ihrem Licht den Weg leuchten.

Diese Zeit ist absolut aussergewöhnlich und etwas Besonderes

Diese Zeit ist zutiefst herausfordernd, streng, chaotisch, mit nichts zu vergleichen. Als Menschheit transformieren wir in ein höheres Bewusstsein. Die Schwingungen verändern sich, unser Bewusstsein weitet sich. Die Sinne werden feiner. Die Farben in diesem Frühling sind intensiver, das Licht strahlender. Je  sensitiver wir als Energiewesen sind und werden, desto wichtiger ist eine geerdete Anbindung und Ausrichtung, um uns in diesem Strudel bei uns halten zu können.

Menschen, die sich vor allem geopolitisch auf der Weltenbühne umsehen, bekommen wenig zu sehen und zu hören, das zuversichtlich stimmen könnte. Auf dieser Ebene erleben wir ein letztes Aufbäumen, viel Schmerzhaftes, das uns im Innersten trifft und der Zerfall einer alten Ära, die in einem immer grösseren Chaos mündet – aus welchem schliesslich eine neue Ordnung entstehen wird.

Wenn wir dafür bereit sind, ist es diese neue Ordnung, die wir jetzt schon beeinflussen und mitgestalten können. Wir tun dies mit unserer Lebensenergie, mit unserer klaren Ausrichtung und mit unserer Liebe für ein würdevolles und respektvolles Miteinander, in Achtung vor der gesamten Schöpfung.

Und mit einer Vision im Herzen, die weit über unser eigenes Wohlergehen hinausgeht.

Das pure Menschsein bewahren

Unsere Lebendigkeit unsere Liebesfähigkeit, unser Wahrnehmen, unser Feingefühl, die Verbindung zu uns selbst und zu anderen Lebewesen, zur Natur, zu Pflanzen und Bäumen zu den Elementen, die Verbindung zu unseren Wurzeln und zu unserer Quelle, all dies macht uns als beseelte Menschen aus.

Wir sehnen uns nach Sicherheit für uns selbst, für unsere Familie und für unsere Liebsten und haben gesehen und gelernt, dass diese Sicherheit nicht im Aussen zu finden ist. Wir sehnen uns nach der Freiheit, diejenigen sein zu können, die wir sind, nach Entfaltung und nach Zugehörigkeit. Wir sind Fühlmenschen und soziale Wesen und wir bringen etwas Eigenes mit, das wir auf unserem Weg herausformen möchten.

Mein grösstes Herzensanliegen ist es, dies zu bestärken, zu begleiten, zu fördern, und ganz besonders in Zeiten wie diesen, Hüterin, Heilerin, und Ermöglicherin für unser wahres Menschsein zu sein. Für das pure, das Göttliche Menschsein. Das heisst, dass wir als Menschen tief in unserem Körper zu Hause sind, uns als Teil dieser Erde und ihrem Leben empfinden und gleichzeitig als Seele-Geistwesen das Ewige in uns tragen, das weit über dieses Leben hinausgeht. Unser Körper ermöglicht es uns, diese grossartige Erfahrung zu machen.

Zurück in die Lebendigkeit und vorwärts ins Leben

Die Sehnsucht, sich selbst wieder in die Lebendigkeit zurückzubringen, ist jetzt bei vielen Menschen spürbar und sie ist sehr kraftvoll. Jahre von Überforderung, Ängsten, Dauerstress, Reizüberflutung, einem Funktionieren in Überlebens-programmen, in inneren tiefsten Wachstumsprozessen, haben enorm viel Energie, Kraft, und Durchhaltevermögen beansprucht.

Nach gefühlt endlosen inneren Klärungen, Aufräumaktionen, Transformations-prozessen oder auch nach Zeiten, in welchen man das Gefühl hat: „Ich bin mir abhandengekommen, es fühlt sich im Nebel, freudlos, stumpf an…“ kommt der Moment, in dem es unseren inneren Entschluss braucht: „Ich will wieder leben, ich will meine Freude und Lebendigkeit zurück! Und ich gehe jetzt einen Schritt weiter, über mich hinaus!“

In meiner ganzheitlichen Heilarbeit mache ich die Erfahrung, um Begrenzungen endgültig zu durchbrechen und um eine fühlbare Veränderung zum Guten machen zu können, braucht es diesen inneren Entschluss, der aus uns selbst kommen muss. Ich sage bewusst: Muss. Dieses Ganzkörper-JA muss intrinsisch wachsen, sonst fehlt uns die Motivation und die innere Kraft für die Umsetzung, um alte, tiefsitzende Traumata und Muster zu heilen und zu überwinden, um aus Identifikationen heraus zu finden und schliesslich in die Handlung und Manifestation zu kommen.

Wir finden unsere Wahrheit, unsere Kraft und das, was unserer Seelensignatur entspricht, in der Tiefe unseres Seins. Und dort finden wir eine Sicherheit, die trägt und uns das Gefühl vermittelt, dem Leben vertrauen zu dürfen.

Neue Lebensformen erschaffen

Es berührt mich sehr, wahrzunehmen, wie starke Wesen wir Menschen sind und wie mutig. Und gleichzeitig sind wir Menschsein sehr verletzlich. Von heute auf morgen, von einem Moment zum andern, kann uns ein Ereignis erfassen, das alles verändert.

Wenn wir uns (rück)verbinden und für neue Lebensformen öffnen, können wir erfahren, dass wir nicht alles allein schaffen müssen. Dadurch können wir existenzielle Ängste und viele Sorgen in Vertrauen und neue Motivation wandeln.   Die Art von Leben, wie wir dies in unseren Breitengraden leben und davon geprägt sind, hat uns das Gefühl vermittelt, wir müssten alles allein schaffen. In so viel schmerzlicher Abgetrenntheit.

Unsere Farben zum Leuchten bringen

Wir Menschen brauchen es, einander wirklich zu sehen und begleiten zu können. Wir wünschen uns, nicht immer stark sein müssen und nicht über unsere Kräfte hinaus funktionieren zu müssen. Überhaupt nicht mehr funktionieren zu müssen sondern zu leben als die, die wir sind. Wir brauchen Menschen um uns, die fühlbar sind und verbindlich, die wirklich wissen wollen, wie es uns geht und bleiben, wenn’s grad ein bisschen schwierig ist.

Wo finden diese grundsätzlichen Bedürfnisse und Qualitäten unseres Menschseins ihre Nährböden? In welchen tiefverankerten Werten sind sie geschützt? Wo werden sie gefördert, gelehrt, gelebt? Nicht mehr in diesen alten Systemen, nicht hier im deutschsprachigen Raum.

Was hier gerade alles auseinanderbröselt, infiltriert und zur Unerkenntlichkeit vermischt wird, verliert jede Orientierung, den Boden und die Kraft, etwas Tragfähiges halten zu können. Aus all unseren Farben wird ein matschiges Schlammbraun. Wollen wir nicht, oder?

Wir dürfen unsere Pinsel reinigen und uns wieder an unsere Farbe erinnern.

Es ist unsere Verantwortung, das Miteinander wieder zu stärken, in den Familien, in Gemeinschaften, in der Nachbarschaft, in Teams, überall dort, wo wir uns als menschliche empathische Wesen, als Teil von einem grossen Ganzen zugehörig fühlen. Es ist unsere heilige Aufgabe, das Licht unserer Kinder zu hüten und den Rücken der jungen Menschen zu stärken, damit sie auf den Weg bringen können, was sie an Wundervollem in sich tragen. Unsere Kinder bringen mit, was diese Welt jetzt braucht.

Rückverbindung

Es geht um Rückverbindung auf allen Ebenen, dort, wo wir einen Teil von uns verloren, isoliert und vom Lebendigen und Wahrhaften abgekoppelt haben und dort, wo das Verbindende unter uns Menschen abhandengekommen ist. Hier dürfen wir Schritt für Schritt wieder die Erfahrung machen, wie es ich anfühlt, das Verbundensein wieder als heilsame Referenz anzuerkennen, als das Normale. Bei uns selbst und in einer Gemeinschaft, in der wir uns zugehörig, wertvoll und gemeinsam stark fühlen, jeder an seinem Platz und jede in ihrem Sosein. Sein als Grundrecht.

Daraus wächst eine Grundsicherheit, eine vertikale Verbindung, in der wir wieder lernen, uns zu entspannen und unser derzeit daueralarmiertes System aus dem Überlebensmodus zu holen, auf allen Ebenen zu regenerieren und neue Kräfte aufzubauen.

In Verbindung sind wir stark. Gemeinsam sind wir bärenstark und schaffen es, gut durch instabile, holprige Zeiten hindurch zu navigieren und gemeinsam zu erschaffen, zu hüten und zu bewältigen, was uns am Herzen liegt.

Eingebunden in einen grösseren Plan.

Ich glaube – so fühle ich es – wäre das pure Menschsein gedacht.

In herzlicher Verbundenheit,

Gabriela

© Gabriela Grob-Wespi

© Gabriela Grob-Wespi